Ausführliche wirtschaftswissenschaftliche Untersuchungen seit dieser Gründerzeit führten zur Entwicklung von Bewertungsmodellen für Anlagen. Sie bewerten das Risiko-Rendite-Verhältnis von Wertpapieren und Portfolios. Die Untersuchungen mündeten ferner in eine Theorie der Markteffizienz, nach der überdurchschnittliche Renditen nur auf Kosten eines überdurchschnittlichen Risikos möglich sind. Studien, die das Versagen aktiver Manager belegen, die Marktperformance zu übertreffen, ließen in den frühen 1970er Jahren passiv verwaltete Indexfonds aufkommen, welche den Kapitalmärkten vertrauen, Anlagerenditen zu verschaffen.
Weitere Forschungen und Datenreihen über mehrere Jahrzehnte führten zur Identifikation der multiplen Aktienklassen- und Risikodimensionen, welche die Grundlage der Strategien von Dimensional bilden.
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1950 Allgemeine Weisheit um 1950 „Wenn du erst einmal die nötige Kompetenz erlangst, ist Diversifizierung nicht wünschenswert. Ein oder zwei oder höchstens drei oder vier Wertpapiertitel sollten gekauft werden. Fähige Investoren werden niemals zufrieden sein, den Durchschnitt um bloß ein paar Prozentpunkte zu überbieten." Gerald M. Loeb Analysiere einen Wertpapiertitel nach dem anderen. Ziele auf die Auswahl der Gewinner ab. Konzentriere Positionen, um die Renditen zu maximieren. Breite Diversifizierung ist unerwünscht. 1958 Die Rolle der Aktien James Tobin Separationstheorem: Verschiebe den Schwerpunkt von der Wertpapierauswahl auf die Portfoliostruktur. „Liquidity Preference as Behavior Toward Risk", Review of Economic Studies, |
1950 |
1952 Diversifikation und Portfoliorisiko Harry Markowitz Diversifizierung verringert das Risiko. Anlagen werden nicht nach individuellen Merkmalen bewertet, sondern nach Maßgabe ihres Einflusses auf ein Portfolio. Für eine gegebene Standardabweichung kann ein optimales Portfolio zur Maximierung der Rendite aufgebaut werden. |
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1961 Kapitalanlagen und Kapitalstruktur Merton Miller und Franco Modigliani Theorem über Unternehmensfinanzen und Renditen. Der Wert eines Unternehmens hängt nicht von seiner Dividendenpolitik ab. Die Dividendenpolitik ist ein unzuverlässiges Kriterium für die Aktienauswahl. 1965 Das Verhalten der Wertpapierkurse Paul Samuelson, MIT Der Marktpreis ist die beste Einschätzung des Wertes. Kursschwankungen folgen Zufallsmustern. Aktienkurse sind nicht vorhersagbar. „Beweis, dass korrekt antizipierte Kurse zufallsmäßig schwanken" (Random-Walk-Hypothese), 1968 Erste umfassende Studie zur Performance von Fondsmanagern Michael Jensen, 1965; Erste Studien über Anlagefonds (Jensen) und über institutionelle Anlagepläne (A.G. Becker Corp.) lassen darauf schließen, dass aktive Fondsmanager eine schlechtere Performance erzielen als Indizes. Becker Corporation veranlasst die Vermögensberatungsbranche zur Einrichtung von „Green Book"-Performancetabellen, in denen die Ergebnisse mit Benchmarks verglichen werden. |
1960 |
1964 Einfaktormodell der Anlagenbewertung nach Risiko-Rendite-Verhältnis William Sharpe Kapitalwert-Preismodell: Das theoretische Modell definiert das Risiko als Volatilität gegenüber dem Markt. Die Kapitalkosten einer Aktie (d.h. die erwartete Anlagerendite) sind proportional dem mit der Aktie verbundenen Risiko im Vergleich zum gesamten Aktienmarkt. Theoretisches Modell der Bewertung des Risikos und der erwarteten Rendite für Wertpapiere und Portfolios. 1966 Markteffizienztheorie Eugene F. Fama, Umfassende Untersuchungen zu Aktienkursmustern. Entwicklung der Markteffizienztheorie (Efficient Markets Hypothesis), die behauptet, dass Preise und Werte Informationen genau und schnell widerspiegeln. Es ist schwierig, wenn nicht unmöglich, höhere Renditen als die Marktrenditen zu erzielen, ohne höhere Risiken als die marktdurchschnittlichen Risiken einzugehen. Investoren können mittels fundamentaler Informationen oder Kursmustern keine Aktien identifizieren, die einen höheren als den Marktwert hätten. |
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1971 Die Geburt der Indexfonds John McQuown, Banken legen die ersten passiven S&P 500 Index Fonds auf. Einige Jahre später ist Sinquefield zweiter Vorsitzender von Dimensional und McQuown ist Vorstandsmitglied.. 1975 Ein erster großer institutioneller Kunde entscheidet sich für Indexing New York Telephone Company investiert 40 Millionen USD in einen S&P 500 Index Fonds. Erster großer Anlageplan bindet sich an Index. Starthilfe für die Ära indexgebundener Anlagen. „Fondssprecher betonen gern, dass man keine Marktdurchschnitte kaufen kann. Es ist Zeit, dass die Öffentlichkeit eben dies können soll." Burton G. Malkiel, |
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1972 Optionspreismodell Fischer Black, Die Entwicklung des Optionspreismodells ermöglicht neue Arten der Segmentierung, Quantifizierung und Steuerung des Risikos. Das Modell stellt zugleich einen Anreiz zur Entwicklung eines Marktes für alternative Anlageinstrumente dar. 1977 Datenbank von Wertpapierkursen seit 1926 Roger Ibbotson and Rex Sinquefield, Erstmals wird eine umfassende Datenbank von Renditen vieler Anlageklassen aufgebaut, die sich zu einer der am meisten genutzten Anlagedatenbanken entwickeln wird. Diese erste extensive empirische Basis für Entscheidungen hinsichtlich der Portfoliozusammensetzung ändert die Art und Weise, wie Investoren ihre Portfolios gestalten. |
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1981 Der Größeneffekt Rolf Banz, Analyse von NYSE-Aktien zwischen 1926 und 1975. Langfristig haben Nebenwerte eine höhere Renditeerwartung als Standardwerte und verhalten sich in anderer Weise. Dimensional Fund Advisors wird 1981 gegründet. Das Unternehmen legt den ersten passiv verwalteten Nebenwertefonds auf. 1986 Internationaler Größeneffekt Dimensional Fund Advisors Dimensional Investments versus Indexbindung: Ohne Referenzindex schafft Dimensional internationale Nebenwertestrategien gemäß dem auf die USA bezogenen Research. Die aktuellen Renditen von Dimensional werden in der Datenbank von Ibbotson Associates als Index verwendet. Die Anlagen von Dimensional beruhen auf einer rationalen Risikodimension und folgen nicht sklavisch Indizes oder Investmentkonventionen. |
1980 |
1983 Umsetzung einer Strategie variabler Laufzeiten Dimensional Fund Advisors Ohne Prognosen zur Zinsentwicklung entwickelt Eugene Fama eine Methode der Laufzeitenumschichtung, welche die optimale Positionierung in der Zinsstrukturkurve identifiziert. |
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1990 Nobelpreise würdigen moderne Finanzwissenschaft Wirtschaftswissenschaftler, die für unsere Art des Investierens den Grundstein legten, werden mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Damit wird die Bedeutung der modernen Finanzwissenschaft unterstrichen. William Sharpe für sein Kapitalwert-Preismodell (Capital Asset Pricing Model). Harry Markowitz für seine Portfoliotheorie. Merton Miller für seine Arbeit zur Auswirkung der Kapitalstruktur von Unternehmen und ihrer Dividendenpolitik auf die Aktienkurse. 1999 Steuermanagement Umsetzung von Steuermanagement-Strategien von Dimensional, um die Nachsteuerrenditen zu maximieren, indem Gewinne ausgeglichen und Dividenden minimiert werden. Handelstechnik auf der Grundlage der Forschung von Fama/French und dem „Portfolio-Entscheidungssystem" von Dimensional. |
1990 |
1992 Multifaktor-Anlagepreismodell und „Value"-Effekt Eugene Fama and Verbesserung des Einfaktor-Anlagepreismodell (CAPM). Identifiziert Markt-, Größen- und „Value"-Faktoren in Renditen. Entwicklung des Drei-Faktoren-Anlagepreismodells, eines unschätzbaren Werkzeugs der Portfoliozusammensetzung und Portfolioanalyse. Dimensional führt auf der Forschung beruhende „Value"-Strategien ein. Vergleichbare Forschungsergebnisse weltweit. |
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2004 Applied Core Equity Die Methode des Portfolioaufbaus von Dimensional gewichtet Wertpapiere nach Größe- und „Value"-Merkmalen anstatt nach der Marktkapitalisierung. Einführung von Gesamtmarktstrategien für ein effizientes, diversifiziertes Risikofaktor-Engagement bei gleichzeitiger Begrenzung der Umschichtungs- und Transaktionskosten. Core Equity Portfolios gehen über die traditionelle, komponentenbasierte Anlageverteilung durch die sehr weitgehende Diversifizierung und die kosteneffiziente Marktabdeckung hinaus. |
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